Zu guter Letzt
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Eveline Suter verbindet mit dem Kanton Zug sowie der Stadt Zug Heimat, persönliche Erinnerungen und viele spannende Begegnungen.
Eveline Suter ist im Kanton Zug aufgewachsen und bis heute eng mit ihrer Heimat verbunden. Im Gespräch erzählt sie von Erinnerungen, besonderen Begegnungen, dem Märlisunntig und davon, wie sie die Veränderungen in Zug über die Jahre erlebt.
Eveline Suter ist in Neuheim im Kanton Zug aufgewachsen und bis heute eng mit ihrer Heimat verbunden. Bereits am 11. Juni 2014 war sie im «Blitzlicht» der «Zuger Woche» – damals als Hauptdarstellerin im Musical «My Fair Lady». Die Blitzlichtinterviews porträtierten unterschiedliche Personen aus dem Kanton Zug. Sie gaben einen Einblick in das Leben der Personen. Wir haben diese Rubrik im Rahmen unseres 40-jährigen Jubiläum erneut aufleben lassen und stellen unterschiedliche Personen aus dem Kanton Zug vor. Im Gespräch erzählt sie von persönlichen Erinnerungen und Begegnungen, vom Märlisunntig und davon, wie sich Zug über die Jahre verändert hat
Wenn Sie an den Kanton Zug denken, welches Bild oder welche Erinnerung taucht sofort in Ihrem Kopf auf?
Als Erstes denke ich an Heimat und Familie. Ich bin in Neuheim aufgewachsen und habe dort einen wichtigen Teil meines Lebens verbracht. Eine weitere Erinnerung, die mir sofort in den Sinn kommt, ist meine erste eigene Wohnung in der Stadt Zug. Sie lag direkt am Zugersee, und ich ging damals oft bis weit in den Herbst hinein schwimmen. Diese Zeit verbinde ich mit viel Freiheit, Selbstständigkeit und vielen schönen Momenten.
Wie kam es damals zu Ihrem Auftritt im Blitzlicht der Zuger Woche? Welche Geschichte steckt dahinter?
Im Jahr 2014 durfte ich die Hauptrolle im Musical «My Fair Lady» übernehmen. Vermutlich war das der Anlass für meinen Auftritt im Blitzlicht der Zuger Woche. Für mich war diese Produktion eine aussergewöhnliche Erfahrung. Besonders die Auftritte auf der Walenseebühne bleiben unvergesslich. Die Rolle eröffnete mir neue Möglichkeiten und war ein wichtiger Meilenstein auf meinem beruflichen Weg.
Gibt es eine Geschichte aus dieser Zeit, die Sie heute immer noch zum Schmunzeln bringt?
Weniger eine einzelne Geschichte vielmehr eine Tradition, welche mich bis heute noch immer begleitet: der Märlisunntig in Zug. Mit diesem Anlass verbinde ich verschiedene Lebensabschnitte und damit verbunden Perspektivenwechsel. Als Kind besuchte ich ihn gemeinsam mit meiner Schwester und meiner Mutter und tauchte begeistert in die Geschichten ein. Später, als junge Erwachsene in Zug, erlebte ich den Anlass aus einer ganz anderen Sicht und staunte über die Menschenmassen, die Jahr für Jahr in die Stadt strömten und war teils genervt, dass kein Platz herrschte, um durch die Altstadt zu kommen. Da ich ja dort wohnte, habe ich das direkt so mitbekommen. Heute nehme ich den Märlisunntig als Mutter wahr, arbeite teilweise selbst mit und erlebe ihn gemeinsam mit meinen Kindern. Es ist schön zu sehen, wie sich Traditionen über Generationen weitertragen.
Was macht für Sie den Kanton Zug besonders und gibt es etwas, das Sie hier nie vergessen werden?
Schon als Kind und Jugendliche hatte ich viele Interessen. Im Kanton Zug fand ich zahlreiche Möglichkeiten, diese auszuleben und weiterzuentwickeln. Gleichzeitig lernte ich früh, Verantwortung zu übernehmen. Während der Ferien arbeitete ich beispielsweise in einer Bäckerei in Zug. Oft übernachtete ich bei meiner Tante in Baar und fuhr am frühen Morgen mit dem Velo zur Arbeit. Was mir besonders geblieben ist: Ich fühlte mich stets sicher. Diese Kombination aus Möglichkeiten, Eigenverantwortung und Sicherheit hat meine Selbstständigkeit entscheidend geprägt und mich auf meinem Weg begleitet.
Erinnern Sie sich an eine Person oder ein Erlebnis in Zug, das Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist – etwas, das Sie heute noch gern erzählen?
Als 15-Jährige wollte ich unbedingt mehr über die Musicalwelt erfahren. Meine Mutter unterstützte mich dabei, Kontakte zu knüpfen. Über unsere Nachbarin in Neuheim, die mit dem Komiker Marco Rima verwandt ist, kamen wir mit Isabelle Flachmann in Kontakt. Sie hatte bereits Erfahrungen im Musicalbereich gesammelt und sogar Zeit in New York verbracht. Das Gespräch mit ihr war für mich sehr wertvoll. Ich konnte alle meine Fragen stellen und erhielt einen realistischen Einblick in die Branche. Das hat mir geholfen, meine eigenen Ziele klarer zu sehen.
Zug beeindruckt mich noch heute – sowohl im positiven als auch im kritischen Sinn. Einerseits hat sich der Kanton in den vergangenen Jahren enorm entwickelt. Vieles ist grösser, moderner und schneller geworden. Gleichzeitig sind dadurch manche kleinen und charaktervollen Gebäude verschwunden, die früher das Ortsbild geprägt haben. Andererseits spüre ich jedes Mal, wenn ich zurückkomme, dass Zug für mich noch immer Heimat bedeutet. Besonders die Altstadt mit ihren Gassen oder die Spaziergänge am See lösen dieses Gefühl aus. Trotz aller Veränderungen ist die Verbundenheit geblieben.
Erfahren Sie mehr zu Eveline Suter unter www.evelinesuter.ch
Michael Schwegler
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