Interview
Blick auf das Thermal-Mapping der Stadt Zug
Jeffrey Illi.
Diese Aussage habe ich an der zweiten Kantonsrats Sitzung dieses Jahres getätigt, also eigentlich wörtlich: «Irgendwie speziell. Bei der letzten Sitzung hörten wir den ganzen Tag von Tauschbörsen, WG-Zimmer, Umerziehung der Mieter/Vermieter, günstigen Wohnraum, wie man alte Leute aus den Häusern wirft und wie wir alles falsch machen, ausser unsere ALG.» Ich dopple nach: Was haben Sie das Gefühl, was mit einem Zersiedelungsverbot und einer immerwährenden massiven Zuwanderung passieren wird? Genau dies führt dazu, dass Leute, die Häuser haben, dazu bewegt werden müssen, diese aufzugeben, da man eine Überbauung auf dieses Grundstück pflastern möchte. Oder wenn sie nur noch zu zweit in der ehemaligen Familienwohnung leben, werden sie mit Schuldgefühlen eingedeckt, dass andere diesen Wohnraum doch viel nötiger hätten. Übrigens falls Sie jetzt empört sind, die Sozialisierung des Wohnmarktes ist ein erklärtes Ziel Rotgrüner Kreise und wurde links-medial applaudiert. Jetzt können Sie noch mit dem Argument der massiven Aufzonung und innerer Verdichtung kommen, aber wir sehen ja wie schleppend Baugesuche mit Einsprachen und Rechtsmittel ohne Ende vorankommen. Einfamilienhausquartiere werden somit unweigerlich als erstes verschwinden, dort liegt am meisten Potenzial. Wenn dieses Potenzial aufgebraucht ist geht man dann an die Quadratmeter der Wohnungen. An einer Sitzung bei der es um Ortsplanung und Aufzonung ging, habe ich dieses Experiment in die Tat umgesetzt und alle anwesenden Teilnehmer gefragt: «Ihr seit jetzt alle im Alter wo die Kinder ausgezogen sind, wann gebt Ihr Eure Häuser / Wohnungen auf, macht Platz für mehr Leute und zieht in ein Studio?», dann kommen die typischen Ausflüchte. Fragen Sie sich einmal selbst, sind sie bereit Ihren hart erarbeiteten Komfort abzugeben? Was wir im Moment in der Wohn- und Migrationspolitik verfolgen führt unweigerlich dazu, dass Schweizer aus Ihren Häusern geworfen werden. Sei es durch Rechtsetzung, Dichtestress oder finanziellen Druck. Deshalb, gerade deshalb ist ein Ja zur Nachhaltigkeitsinitiative die einzige richtige Antwort um diese falsche Wohn- und Migrationspolitik zu stoppen.
Jeffrey Illi, Kantonsrat SVP, Hünenberg
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