Interview
Blick auf das Thermal-Mapping der Stadt Zug
Thomas Gwerder. Foto: zvg
Am 4. Oktober 2026 stehen im Kanton Zug richtungsweisende Entscheidungen an. Bei den Gesamterneuerungswahlen werden nicht nur die sieben Sitze im Regierungsrat und die 80 Mandate im Kantonsrat neu vergeben, sondern auch in den elf Zuger Gemeinden wichtige Weichen gestellt. Es ist der Moment, in dem die Bevölkerung bestimmt, wer unseren Kanton durch die nächste Legislatur führt und welche politischen Schwerpunkte gesetzt werden. Ein besonderer Dank gebührt all jenen, die den Mut und das Engagement aufbringen, sich für ein öffentliches Amt zur Verfügung zu stellen. Ob auf kantonaler Ebene oder in den Gemeindestuben – eine Kandidatur erfordert Zeit, Herzblut und die Bereitschaft, Verantwortung für das Gemeinwesen zu übernehmen. In einer Zeit, in der politische Debatten oft anspruchsvoller und polarisierter werden, ist dieses Milizengagement das Rückgrat unserer direkten Demokratie und verdient breite Anerkennung. Viele Parteien haben ihre Kandidierenden bereits nominiert und erste Versammlungen durchgeführt. Der eigentliche Wahlkampf wird nach den Sommerferien Fahrt aufnehmen: Plakate prägen das Strassenbild, Zeitungen füllen sich mit Inseraten und Leserbriefen, und auf der Strasse bietet sich die Gelegenheit zum direkten Austausch mit den Kandidierenden. Diese Begegnungen sind eine wertvolle Chance, Vertrauen aufzubauen und politische Inhalte greifbar zu machen. Doch Wahlen sind kein einseitiger Prozess. Die Kandidierenden sind auf das Interesse und die aktive Unterstützung der Bevölkerung angewiesen. Demokratie ist keine Zuschauersportart; sie lebt vom Dialog, vom kritischen Hinterfragen und letztlich von der Teilnahme an der Urne. Eine hohe Wahlbeteiligung ist das stärkste Zeichen der Wertschätzung gegenüber jenen, die sich zur Wahl stellen – und die wichtigste Legitimation für unsere Behörden. Gerade in herausfordernden Zeiten braucht es Kräfte, die Brücken bauen, Verantwortung übernehmen und tragfähige Lösungen suchen. Eine starke politische Mitte spielt dabei eine entscheidende Rolle: Sie verbindet unterschiedliche Perspektiven, steht für Verlässlichkeit und sorgt dafür, dass unser Kanton auch künftig ausgewogen und zukunftsorientiert gestaltet wird. Nutzen wir die kommenden Monate, um uns ein Bild von Köpfen und Ideen zu machen. Gehen Sie wählen – für ein starkes, verantwortungsbewusstes und zukunftsorientiertes Zug.
Thomas Gwerder Kantonsrat Die Mitte, Baar
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