Jugend forscht
Jarl Braun aus Oberwil enthält für seine Maturaarbeit Gold
Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger von links: Regula Fehr Braun, Rémy Frick, Judith Stadlin und Michael van Orsouw. Es fehlt auf dem Bild Béla Rainer, Vorstandsmitglied des Vereins.
Die Stadt Zug verleiht auch 2025/2026 wieder die Kulturschärpe. Die Auszeichnung für eine Einzelperson geht an den Schauspieler und Autor Rémy Frick. In der Kategorie Verein wird «Liveliteratur Zug» geehrt. Die Preisverleihung findet am 17. Juni statt.
Mit der Kulturschärpe würdigt die Stadt Zug Persönlichkeiten und Organisationen, die das kulturelle Leben der Stadt mit ihrem Engagement prägen. In diesem Jahr wird die Auszeichnung bereits zum elften Mal vergeben. Sie richtet sich an Kulturschaffende, die mit ihren Projekten, Ideen oder Initiativen zur Vielfalt und Lebendigkeit der lokalen Kulturszene beitragen. Die Kulturschärpe wird in zwei Kategorien vergeben. Einer der Preise zeichnet eine Einzelperson aus, der andere geht an einen Verein oder ein Kollektiv. Beide Auszeichnungen sind mit einem Preisgeld verbunden, das die weitere kulturelle Arbeit unterstützen soll. Stadtpräsident André Wicki weist darauf hin, dass die Kulturkommission seit 2024 politisch zusammengesetzt ist und weiterhin zwei Preise unter dem Namen «Zuger Kulturschärpe» vergibt. Die beiden Kategorien unterscheiden sich nicht nur in der Zielgruppe, sondern auch in der Höhe des Preisgelds. Während der Preis für eine Einzelperson mit 5000 Franken dotiert ist, erhält der ausgezeichnete Verein oder das Kollektiv 15'000 Franken.
Die Bevölkerung war auch diesmal eingeladen, Vorschläge einzureichen. Bis zum 1. März konnten Kandidatinnen und Kandidaten nominiert werden. Auf dieser Grundlage traf die Kulturkommission ihren Entscheid. In ihrer Begründung hebt die Kommission hervor, dass sowohl Rémy Frick als auch der Verein Liveliteratur Zug seit vielen Jahren mit grossem Engagement zur literarischen und kulturellen Szene in Zug beitragen. Beide stehen für kontinuierliche Arbeit, Kreativität und eine starke Verankerung im lokalen Kulturleben.
Die Auszeichnung in der Kategorie Verein geht an «Liveliteratur Zug». Der Verein ist insbesondere als Träger der bekannten Lesebühne «Satz & Pfeffer» aktiv und hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Bestandteil der Zuger Literaturszene entwickelt. Die Lesebühne wird künstlerisch und organisatorisch vor allem von Judith Stadlin und Michael van Orsouw gestaltet. Judith Stadlin ist Kabarettistin und Sprachkünstlerin und bekannt für ihren humorvollen Umgang mit Sprache. Michael van Orsouw arbeitet als Historiker und Autor und versteht es, historische Themen lebendig und anschaulich zu vermitteln. Gemeinsam prägen sie seit Jahren das Format der Lesebühne, die regelmässig im Lokal Oswalds Eleven in der Zuger Altstadt stattfindet. Dort treffen sich monatlich Autorinnen und Autoren sowie Gäste aus der Schweiz, Deutschland und Österreich. Die Veranstaltungen verbinden Literatur, Humor, Musik und Sprachspielereien zu einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm. Neben etablierten Kulturschaffenden erhalten auch junge Schreibende eine Plattform. Die Lesebühne bietet Raum für Experimente und neue Texte und wird so zu einem Treffpunkt für verschiedene Generationen von Autorinnen und Autoren. Gleichzeitig wirkt sie als Talentförderung für Nachwuchsschreibende. In der vergangenen Saison entstand zudem eine Zusammenarbeit mit Literaturschaffenden der Werkstatt für literarisches Schreiben der Kantonsschule Zug. Diese Kooperation zeigt, wie stark das Projekt in der lokalen Kulturszene verankert ist und wie aktiv es junge Stimmen einbezieht. Regula Fehr, Präsidentin des Vereins Liveliteratur Zug, sieht in der Auszeichnung eine wichtige Anerkennung der Arbeit der vergangenen Jahre. Die Kulturschärpe sei nicht nur ein finanzieller Beitrag zur Weiterentwicklung der Lesebühne, sondern vor allem auch eine wertschätzende Würdigung des kreativen Engagements von Judith Stadlin und Michael van Orsouw.
Die Kulturschärpe für eine Einzelperson geht in diesem Jahr an den Zuger Schauspieler, Autor und Redner Rémy Frick. Seit vielen Jahren bereichert er die Kulturszene mit seiner Bühnenpräsenz, seiner sprachlichen Ausdruckskraft und seiner vielseitigen Tätigkeit im kulturellen Leben. Ein breites Publikum kennt ihn vor allem durch sein Engagement beim Verein «Zuger Spiillüüt». Dort wirkt er seit vielen Jahren aktiv mit und hat die Entwicklung des Vereins entscheidend mitgeprägt. In seiner Zeit als Präsident setzte er sich besonders dafür ein, die Zusammenarbeit zwischen Laientheater und professionellen Kulturschaffenden zu stärken. Rémy Frick steht sowohl auf der Theaterbühne als auch bei Lesungen oder Moderationen vor Publikum. Mit seinen präzisen Pointen und seinem feinen Gespür für Sprache bringt er Menschen zum Lachen und begeistert zugleich als Erzähler und Autor. Zu seinen Auftritten gehören unter anderem Lesungen eigener Texte. Darüber hinaus ist er als Redner bei Hochzeiten, Abdankungen oder anderen Anlässen gefragt. Auch als Moderator bei Konzerten führt er immer wieder durch Programme und Veranstaltungen. Neben seiner Tätigkeit auf der Bühne engagiert sich Frick auch hinter den Kulissen. Immer wieder initiiert oder begleitet er kulturelle Projekte und verbindet dabei historische Themen mit aktuellem Theater- und Kulturschaffen. Dabei legt er grossen Wert auf eine professionelle Umsetzung und eine hohe künstlerische Qualität. Rémy Frick zeigt sich über die Auszeichnung sehr erfreut. Die Nachricht habe ihn sowohl gefreut als auch berührt, sagt er. Gleichzeitig empfinde er die Kulturschärpe als besondere Anerkennung aus seiner Heimatstadt.
Mit der Auszeichnung setzt die Stadt Zug ein Zeichen für das Engagement von Kulturschaffenden, die mit Ideen, Projekten und viel persönlichem Einsatz zur Vielfalt des kulturellen Lebens beitragen. Die Kulturschärpe soll nicht nur Anerkennung sein, sondern auch dazu beitragen, neue kulturelle Initiativen zu fördern und bestehende Projekte weiterzuentwickeln. Die Verleihung der 11. Zuger Kulturschärpe findet am Mittwoch, 17. Juni, um 19 Uhr, im Theater im Burgbachkeller in Zug statt. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos. Um Anmeldung wird bis am Montag, 8. Juni, gebeten unter stadtzug.ch/kulturschaerpe
Uwe Guntern
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