Zuger News
Feuerwehr Hünenberg mit Jahresrapport und Rückblick
Mit dem Hund an der Leine und Blick auf das Schloss Buonas flanieren bis der kleine Hunger kommt.
Der Zugersee ist für viele Menschen eine Oase ein naher Rückzugsort, um dem Alltagsstress zu entfliehen. Zwischen Wasser, Natur und Weite lassen sich Sorgen für eine Weile ablegen, während neue Energie für die kommende Woche getankt wird. Wer aus der Stadt kommt, findet hier Ruhe und Raum.
Von Luzern aus ist der Zugersee in kurzer Zeit erreichbar. Mit dem Zug und dem Bus ab Rotkreuz dauert die Fahrt nach Buonas knapp eine halbe Stunde. Gerade für jene, die die belebten Quais am Vierwaldstättersee meiden möchten, eröffnet sich hier eine ruhige Alternative. Während sich in Luzern die Spazierwege entlang des Seebeckens oft füllen, bietet das Zugerseeufer spürbar mehr Freiraum. Ein paar Gehminuten von der Bushaltestelle entfernt liegt das Ufer und in der Nähe die Badi Buonas. Hier legt nicht nur die Zugersee-Schifffahrt an, sondern auch Spaziergängerinnen und Spaziergänger starten ihre Runde. Hinweistafeln erinnern daran, Hunde an der Leine zu führen – ein Zeichen dafür, dass dieser Ort bewusst so gestaltet ist, dass unterschiedliche Besuchergruppen nebeneinander Platz finden.
Eine asphaltierte Strasse führt durch das Quartier hin zu einer Weggabelung. Hier steht man vor einer Entscheidung zwischen zwei Seiten des Ufers. Links eröffnet sich ein versteckter Bereich mit Spielplatz und Feuerstelle, erreichbar über eine kleine Holzbrücke. Gerade Familien schätzen diesen Ort, der etwas abseits liegt und dennoch direkten Zugang zum See ermöglicht. Wer nach rechts geht, trifft auf ein ganz anderes Bild. Weite Wiesenflächen, gesäumt von alten Bäumen, und der Blick auf das Schloss Buonas. Das Schloss selbst befindet sich in Privatbesitz des Pharmaunternehmens Roche und wird als Weiterbildungszentrum für das Kaderpersonal genutzt. Öffentlich zugänglich ist es nicht, doch es prägt mit seiner Lage auf der Halbinsel die gesamte Uferlandschaft. Zwischen den Holzbänken, die zum Verweilen einladen, und den Enten, die sich auf den Wiesen niederlassen, entsteht ein parkähnliches Ambiente. Besonders für Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer ist dieser Abschnitt ideal – wenig Hektik, genügend Platz und der ständige Wechsel zwischen Flächen und Wassernähe. Manchmal sind es die kleinen Details, die den Zauber ausmachen: das Knacken von Kieselsteinen unter den Schuhen, das leise Plätschern der Wellen, die im Rhythmus gegen die Böschung schlagen, oder das Rascheln der Blätter im Wind. Wer sich hier niederlässt, verliert schnell das Zeitgefühl.
Das Ufer des Zugersees zeigt sich nicht nur als Naherholungsgebiet, sondern auch als Lebensraum für zahlreiche Tiere. Wer ein wenig Zeit mitbringt und von der Holzbank oder dem Steinufer aus seine beobachtungen macht, kann eine Reihe von Tieren ausmachen. Neben Enten und Haubentauchern sind es vor allem die Kormorane, die auffallen. In grösseren Gruppen tauchen sie aus dem Schilfgürtel vor dem Schloss auf und trocknen ihr Gefieder in der Sonne. Mit etwas Geduld lassen sich sogar Libellen beim Tanz über der Wasseroberfläche beobachten, oder man entdeckt das flinke Gleiten kleiner Fische zwischen den Steinen. Das Panorama reicht vom Üetliberg über den Bürglen hinunter zur Stadt Zug, weiter über den Zugerberg bis hin zum Rossberg oberhalb von Arth-Goldau. Dieses breite Bild, kombiniert mit den Naturklängen, wirkt wie eine lebendige Postkarte. Am Ufer sorgen badende Kinder für Bewegung am und im Wasser, während Fischer unbeirrt ihre Angeln auswerfen. Diese Mischung aus menschlicher Aktivität und tierischem Treiben macht den besonderen Reiz des waremen Spätnachmittag an einem warmen Augustsommertag am See aus.
Nach einem längeren Spaziergang führt der Weg fast automatisch wieder zurück zur Badi und zur Schiffsstation. Dort wird ein kleiner Kiosk betrieben, der Glace, Getränke, Snacks und ein paar Menüs anbietet. Besonders beliebt ist das klassische Erdbeer-Cornet, das sich mit Blick auf das glitzernde Wasser geniessen lässt. Während die Glace langsam schmilzt, schweift der Blick über den See. Je nach Tageszeit spiegeln sich Wolken oder die letzten Sonnenstrahlen im Wasser. An Wochenenden, wenn die Kursschiffe Rigi und Zug der Zugersee-Schifffahrt regelmässiger an- und ablegen, bietet sich zusätzlich ein lebendiges Bild: Ankommende Ausflügler, wartende Radfahrerinnen und Kinder, die das Horn des Schiffs begeistert kommentieren und nachahmen.
Der Rückweg zur Bushaltestelle führt leicht bergauf, vorbei an alten und neuen Villen, Scheunen, gepflegten Gärten, welche teilweise aussehen wie aus einem vom Gartenprospekt und modernen Wohnsiedlungen. Immer wieder öffnen sich kleine Sichtfenster zurück auf den See – letzte Gelegenheiten für einen Blick, bevor man sich wieder dem Alltag zuwendet. Ein Ausflugsziel für alle Sinne Mit dem Bus und Zug geht es anschliessend zurück nach Luzern. Die Fahrt dauert kaum länger als eine halbe Stunde – und doch hat man das Gefühl, für einige Stunden weit weg gewesen zu sein. Buonas und sein Seeufer bieten ein vielseitiges Angebot: schattige Spielplätze für Familien, offene Flächen für Ruhesuchende, Wasserzugang für Naturfreunde und ideale Spazierwege für Hundehalterinnen und Hundehalter. An einem warmen Spätsommertag wird diese Mischung spürbar. Der See lädt nicht nur zum Entspannen ein, sondern schenkt auch kleine Entdeckungen – landschaftlich, historisch, biologisch und ökologisch. Wer hier ein paar Stunden verbringt, nimmt nicht nur Bilder im Kopf mit, sondern auch ein Gefühl von Ruhe und Erdung. Ein Ausflug, der mit wenig Aufwand verbunden ist, aber nachhaltig wirkt – wie ein kleiner Urlaub, direkt vor der Haustür.
Michael Schwegler
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