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PH Zug verzeichnet erneut hohe Anmeldezahlen
Andreas Hausheer wurde am 10. August in den Regierugsrat gewählt. Foto: Andreas Busslinger
Im zweiten Wahlgang setzt sich der Mitte-Kandidat klar durch. Die Linke verpasst den Wiedereinzug, sieht aber weiterhin Chancen für 2026.
Am Sonntag 10. August, fand im Kanton Zug die Ersatzwahl für den Regierungsrat statt. Andreas Hausheer, Finanzfachmann und Gemeindepräsident von Steinhausen, gewann den zweiten Wahlgang und übernimmt den frei gewordenen Sitz von Martin Pfister, der in den Bundesrat gewählt wurde. Mit 15’996 Stimmen setzte sich Hausheer gegen seinen linken Herausforderer Andreas Lustenberger von der Alternative – die Grünen (ALG) durch, der 13’352 Stimmen kam. Der parteilose Andy Villiger erreichte 3174 Stimmen. Das Ergebnis unterstreicht den Fortbestand der bürgerlichen Mehrheit in Zug. Die Mitte hält mit nun drei Sitzen ihre Position, FDP und SVP sind jeweils mit zwei Regierungsräten vertreten. Seit 2018 ist die Regierung ohne linke Vertretung daran brachten auch die Ersatzwahl keine Änderung. Die Stimmbeteiligung lag bei rund 42,5 Prozent, ein leichter Anstieg gegenüber dem ersten Wahlgang.
Der frisch gewählte Regierungsrat zeigte sich erfreut über den klaren Wahlerfolg. «Ich habe mit einem knapperen Resultat gerechnet, deshalb freut mich die deutliche Bestätigung umso mehr», so der 52-Jährige. Hausheer sieht seinen Erfolg als Anerkennung seiner bisherigen Arbeit, die «solide, bürgerliche Politik mit sozialem Engagement» vereint. Sein Amtsantritt ist für den 2. Oktober geplant; voraussichtlich übernimmt er das Gesundheitsdepartement, das durch Martin Pfisters Wechsel nach Bundesbern frei wurde. Auch der Zuger Mitte- Parteipräsident Peter Rust wertet das Resultat als Zeichen, dass ein grosser Teil der Bevölkerung eine bürgerliche Regierung bevorzugt. Die Kontinuität in der Regierungszusammensetzung sieht er als «eine Bestätigung für die bisherige Arbeit und die politische Stabilität im Kanton». Für die Linke war die Ersatzwahl eine erneute Enttäuschung. Andreas Lustenberger, der von SP und Alternative – die Grünen getragen wurde, zeigte sich zwar enttäuscht, hob aber den beachtlichen Stimmenanteil von 41 Prozent hervor. «Das ist ein klares Signal, dass viele Zugerinnen und Zuger sich eine ökologische und soziale Stimme im Regierungsrat wünschen», erklärte Lustenberger. Er kündigte an, den Schwung in die Gesamterneuerungswahlen 2026 mitzunehmen und weiterhin für eine linke Vertretung im Regierungsrat zu kämpfen. Die politische Debatte in Zug wird daher weiterhin entlang der bestehenden Mehrheiten verlaufen. Die nächste echte Chance für eine Veränderung in der Regierungszusammensetzung bietet sich im kommenden Jahr, bei den Gesamterneuerungswahlen 2026.
Die Ersatzwahl im Kanton Zug bestätigt die bisherige politische Landschaft. Die bürgerliche Mitte- Partei verteidigt ihren dritten Sitz, während die Linke trotz eines respektablen Stimmenanteils keine Mehrheit gewinnen konnte. Für die Bevölkerung bedeutet das vorerst Stabilität und Kontinuität in der Regierungsarbeit. Zugerinnen und Zuger können sich aber sicher sein, dass der Wunsch nach sozialökologischer Vertretung weiterhin lebendig ist und bei den kommenden Gesamterneuerungswahlen mit Nachdruck vertreten wird.
MS
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