Zugersee
Seegfrörni als Ausnahme und nicht als Regel
Zug 94 gibt sich gegen den Favoriten FC Wohlen kämpferisch und gewinnt mit 2:1. Foto: Esoposito Fotoart
Zug 94 startet mit Heimsieg in die neue Saison. Im ersten Spiel vor eigenem Publikum setzte sich die Mannschaft von Trainer Vural Oenen in einer intensiven und abwechslungsreichen Partie mit 2:1 gegen den FC Wohlen durch. Frühe Tore und eine kämpferisch geschlossene Defensivleistung prägten die Begegnung.
Zug 94 legte im ersten Heimspiel der neuen Saison einen Blitzstart hin. Kaum hatte die Partie begonnen, jubelten die Zuschauer im Stadion Herti bereits zum ersten Mal. Nach einem Eckball brachte
Causi die Gastgeber in der 6. Minute in Führung. Nur drei Minutenspäter erhöhte Barreiro mit einem platzierten Schuss aus rund 16 Metern auf 2:0. Wohlen wirkte in dieser Phase überrascht und wurde vom Tempo der Zuger regelrecht überrollt. Doch der Favorit aus dem Freiamt fing sich im Verlauf der ersten Halbzeit und übernahm zusehends die Kontrolle. In der 26. Minutenutzten die Gäste ihre erste klare Gelegenheit zum Anschlusstreffer. Fortan dominierte Wohlen das Geschehen, liess in der Defensive kaum mehr etwas zu und verschob das Spielgeschehen zunehmend in die Zuger Hälfte. Trotz dieser Überlegenheit konnten sich die Gäste allerdings keine weiteren zwingenden Torchancen erarbeiten,sodass es mit der knappen Führung für die Einheimischen in die Pause ging.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig. Beide Teams zeigten gefällige Ballstafetten im Mittelfeld, klare Offensivaktionen blieben jedoch Mangelware. In der 53. Minute kam es dann zu einer entscheidenden Szene: Barreiro wurde nach einer Tätlichkeit des Feldes verwiesen. Zug 94 musste die Partie in Unterzahl fortsetzen, Trainer Oenen stellte die Mannschaft um und verstärkte die Defensive. Von da an spielte fast nur noch Wohlen, das den Druck erhöhte, ohne jedoch gefährlich zum Abschluss zu kommen. In der Schlussphase nahm die Partie nochmals Fahrt auf. Wohlen drängte auf den Ausgleich und kam zu Möglichkeiten, die aber entweder von Torhüter Matthias Grob entschärft wurden oder von Abwehrspieler Paskh Nikollaj auf der Linie geklärt werden konnten. Gleichzeitig setzten die Zuger mit schnellen Kontern Nadelstiche, liessen jedoch die nötige Konsequenz im Abschluss vermissen. Nach intensiven Schlussminuten brachte Zug 94 den Vorsprung mit viel Einsatz und einer geschlossenen Teamleistung über die Zeit. Mit dem 2:1-Erfolg feierten die Zuger den ersten Sieg der neuen Saison und verschafften sich damit frühzeitig Selbstvertrauen. In der kommenden Woche warten gleich zwei Auswärtsspiele: Am Mittwoch tritt Zug 94 beim FC Besa Biel/Bienne an, ehe es am Sonntag gegen den Nachwuchs der Grasshoppers Zürich geht.
MS
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