Zugersee
Seegfrörni als Ausnahme und nicht als Regel
Denia Weber möchte weiter wachsen und ihr Können auf weiteren grossen Bühnen zeigen. Foto: zvg
Denia Weber wagte den Schritt auf die grosse Bühne von «The Voice of Germany» – ohne Erwartungen, aber mit viel Leidenschaft. Im Interview spricht sie über emotionale Momente, wertvolle Erfahrungen und ihren Weg vom TV-Format hin zur Musicalbühne.
Mit ihrem Auftritt bei «The Voice of Germany» hat Denia Weber wertvolle Erfahrungen auf einer der grössten TV-Bühnen im deutschsprachigen Raum gesammelt. Die junge Künstlerin aus der Zentralschweiz überzeugte nicht nur mit ihrer Stimme, sondern auch mit ihrer Offenheit und Authentizität. Im Gespräch blickt sie auf ihre Zeit bei «The Voice» zurück, spricht über emotionale Schlüsselmomente, ihre Ausbildung zur Musicaldarstellerin und ihre nächsten Schritte auf der grossen Musicalbühne.
Sie waren bei «The Voice of Germany». Können Sie uns mitnehmen, wie es dazu kam?
Die Anmeldung bei «The Voice» jährt sich bald zum ersten Mal. Am 28. Dezember vor einem Jahr habe ich über Instagram gesehen, dass man sich wieder bewerben kann. Zu dieser Zeit war ich gerade zu Hause, weil ich mir den Fuss verletzt hatte, und hatte viel Zeit, über meine Zukunft nachzudenken. So kam ich zum Entschluss, mich bei «The Voice of Germany » anzumelden. Ich habe meine Videos eingesendet – ohne grosse Erwartungen. Umso überraschender war die Rückmeldung, dass ich zum Vorsingen nach Berlin eingeladen werde. Für mich war von Anfang an klar: Es geht mir nicht darum, möglichst weit zu kommen, sondern um die Erfahrung. Als dann die Zusage kam, dass ich Teil von «The Voice 2025» bin, war das surreal – aber unglaublich cool.
Wie haben Sie den Moment erlebt, als klar wurde, dass es knapp nicht fürs Halbfinale reicht?
Für mich war dieser Moment fast perfekt. Ich bin ohne grosse Erwartungen in dieses Abenteuer gestartet – und diese wurden sogar übertroffen. Natürlich wäre der Einzug ins Halbfinale schön gewesen, aber am Ende überwiegt die Dankbarkeit. Die Zeit bei «The Voice» war intensiv und auch sehr fordernd. Umso glücklicher bin ich über all die positiven Erfahrungen, die ich mitnehmen durfte. Ich bin einfach happy mit dem, was war.
Können Sie den Ablauf eines typischen Tages bei «The Voice of Germany» beschreiben?
Die Tage waren sehr unterschiedlich. Da ich jeweils aus der Schweiz angereist bin und oft nach Berlin fliegen musste, ging auch viel Zeit für die Reisen drauf. Meist begann der Tag gegen 8 Uhr morgens. Zuerst ging es in die Maske, danach folgten Vocalcoachings, Interviews, eigene Übungszeit und Proben mit den Coaches. Die Tage waren extrem voll und vergingen wie im Flug. Gleichzeitig gab es viele grossartige Momente mit den anderen Sängerinnen und Sängern. Es war intensiv – aber eine Zeit, die ich nie vergessen werde.
Welcher Moment ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Ein sehr emotionaler Moment war während der Team Fights bei der letzten Probe. Wir standen auf der grossen Voice-Bühne, und meine letzte Probe war nur mit Shirin – wir zwei allein in diesem riesigen Saal. Plötzlich setzte sie sich hin und begann zu weinen, und ich gleich mit ihr. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, ob unsere gemeinsame Reise weitergeht. Dieser Moment war unglaublich intensiv. Natürlich gab es viele besondere Augenblicke, aber dieser bleibt mir besonders nah.
Sie studieren Musicaldarstellung. Was nehmen Sie aus «The Voice» für Ihr Studium mit?
Sehr viel. Mein Studium hat mir zuerst das nötige Selbstvertrauen gegeben, um mich überhaupt anzumelden. Ich wollte mein Können auch auf einer grösseren Bühne zeigen. Durch die Erfahrungen und den Erfolg bei «The Voice» habe ich zusätzlich eine Bestätigung bekommen, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Das motiviert mich im Studium enorm.
2026 stehen Sie im Musical «Keep Cool» auf der Bühne. Was reizt Sie besonders an dieser Rolle?
Das ist ein riesiger Traum für mich. Es ist mein Debüt auf einer grossen Musicalbühne, und diesen Traum habe ich schon seit meiner Kindheit. Als Sängerin allein auf der Bühne zu stehen, war für mich immer etwas unangenehmer als in eine Rolle zu schlüpfen. Im Musical fühle ich mich zuhause. Mit «Keep Cool» darf ich durch die Schweiz touren – das ist einfach grossartig. Besonders spannend ist, dass mein Charakter neu erfunden wurde und es ihn bei der Uraufführung vor 35 Jahren noch gar nicht gab. Ich durfte aktiv dabei helfen, diese Rolle mitzugestalten. Das ist eine grosse Ehre.
Ihr Umfeld scheint Sie stark zu unterstützen. Was hat Sie besonders berührt?
Als ich erzählt habe, dass ich mich bei «The Voice of Germany» angemeldet habe, sagten viele: «Endlich hast du diesen Schritt gemacht!» Meine Mutter wollte mich sogar schon früher anmelden, aber damals war ich noch nicht bereit. Jetzt habe ich das Gefühl, dass der Zeitpunkt genau richtig war. Die Unterstützung meiner Eltern und meiner engsten Freunde bedeutet mir sehr viel. Sie haben mich immer wieder daran erinnert, es zu geniessen und mich nicht zu sehr unter Druck zu setzen.
Welche Ziele verfolgen Sie als Nächstes – musikalisch und persönlich?
Persönlich möchte ich weiter wachsen. Ich glaube, man lernt als Künstlerin nie aus. Diese Welt entwickelt sich ständig weiter, und ich möchte offen bleiben und alles aufsaugen. Ich freue mich sehr auf «Keep Cool» und darauf, mich sowohl als Musicaldarstellerin als auch als Sängerin weiterzuentwickeln. Einige Kindheitsträume gehen bald in Erfüllung – etwa Auftritte im Hallenstadion Zürich und im Theater 11. Ich möchte weiter herausfinden, wer Denia Weber wirklich ist. Auf diesen Weg freue ich mich sehr.
Michael Schwegler
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