Jugend forscht
Jarl Braun aus Oberwil enthält für seine Maturaarbeit Gold
Schülerinnen und Schüler bei einer Online-Prüfung.
Mehr als tausend Viertklässler und Viertklässlerinnen im Kanton Zug haben sich im Frühling standardisierten Leistungstests gestellt. Die Resultate werden im Mai bekannt gegeben und sollen vor allem der Weiterentwicklung des Unterrichts dienen.
Im Kanton Zug haben im Frühling sämtliche 4. Klassen der gemeindlichen Schulen an den sogenannten «Check P4»-Tests teilgenommen. Bereits zum dritten Mal wurde diese kantonale Standortbestimmung durchgeführt. Geprüft wurden die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch. Insgesamt nahmen über 1000 Kinder an den Tests teil.
Ziel der Erhebungen ist es, ein möglichst objektives Bild des Leistungsstandes zu erhalten. Anders als bei klassischen Prüfungen innerhalb einer Klasse ermöglichen die standardisierten Tests einen Vergleich unabhängig von einzelnen Lehrpersonen oder Schulhäusern. Bildungsdirektor Stephan Schleiss betont, dass die Ergebnisse wichtige Hinweise liefern: Sie zeigen auf, wo die Schülerinnen und Schüler stehen, und geben Anhaltspunkte dafür, wie Unterricht und individuelle Förderung weiterentwickelt werden können. Die Resultate der diesjährigen Durchführung werden Anfang Mai bereitgestellt. Zunächst erhalten Lehrpersonen und Schulleitungen Zugang zu den Auswertungen. In einem nächsten Schritt besprechen die Klassenlehrpersonen die individuellen Ergebnisse mit ihren Schülerinnen und Schülern. Anschliessend werden auch die Eltern informiert. Sie erhalten die Resultate zusammen mit einem erläuternden Begleitbrief, der bei der Einordnung der Leistungen helfen soll.
Eine öffentliche Rangliste oder ein Vergleich einzelner Schulen ist jedoch nicht vorgesehen. Das Zuger Schulgesetz verbietet ausdrücklich die Veröffentlichung von Testergebnissen, die Rückschlüsse auf einzelne Personen, Klassen oder Schulen zulassen würden. Damit soll verhindert werden, dass die Resultate zu Fehlinterpretationen oder ungewolltem Leistungsdruck führen. Stattdessen setzt der Kanton auf eine zusammengefasste Auswertung. Die Erkenntnisse aus den Tests fliessen in einen kantonalen Bericht ein, der derzeit erarbeitet wird. Dieser soll einen Überblick über das Leistungsniveau im ganzen Kanton geben, ohne einzelne Schulen hervorzuheben. Die Veröffentlichung des Berichts ist für den Herbst geplant. Mit dem «Check P4» verfolgt der Kanton Zug vor allem ein Ziel: die Qualität des Unterrichts langfristig zu sichern und gezielt weiterzuentwickeln, auf Grundlage verlässlicher Daten und ohne den Fokus auf einzelne Leistungen zu verengen.
Der Check P4 ermöglicht eine externe Standortbestimmung in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik anhand standardisierter Online-Tests. Im Mai 2024 wurde der Check P4 in allen vierten Klassen der gemeindlichen Schulen im Kanton Zug durchgeführt. Die Ergebnisse dienen der individuellen Beurteilung sowie der Unterrichts- und Schulentwicklung. Darüber hinaus können die Ergebnisse für das Monitoring des kantonalen Bildungssystems verwendet werden, um beispielsweise Zusammenhänge mit individuellen Merkmalen (Geschlecht, Erstsprache, Alter, Lernziele) zu analysieren oder die Erreichung der Orientierungspunkte im zweiten Zyklus des Lehrplans 21 zu überprüfen. Die regelmässige Durchführung des Check P4 ermöglicht künftig den Vergleich der Leistungen in den getesteten Kompetenzbereichen über die Jahre hinweg.
Uwe Guntern
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