Zugersee
Seegfrörni als Ausnahme und nicht als Regel
Impression aus der Kirche St. Jakob in Cham. Foto: UG
Das vergangene Jahr hat den Kanton Zug einmal mehr als dynamische, vielfältige und zukunftsorientierte Region gezeigt. Zwischen politischem Diskurs, wirtschaftlicher Stabilität, gesellschaftlichem Wandel und lebendigem Vereinsleben spiegelte sich im Jahresverlauf, was Zug ausmacht: kurze Wege, grosse Themen und ein starkes Miteinander.
Die meisten Zuger werden wohl als wichtigstes politisches Ereignis des Jahres 2025 die Wahl von Martin Pfister in den Bundesrat nennen. Doch auf kantonaler und Gemneindebene tat sich so manches. Der Umgang mit Wachstum, Raumplanung und Verkehr beschäftigte Parlamente, Gemeinderäte und die Bevölkerung gleichermassen. Insbesondere Fragen rund um Wohnraum, Verdichtung und Mobilität sorgten für intensive Debatten. Abstimmungen und Vorlagen machten deutlich, dass die Zuger Stimmbevölkerung genau hinschaut. Sachfragen wurden differenziert diskutiert, während ideologische Gräben oft zweitrangig blieben. Diese politische Kultur ist eine der grossen Stärken des Kantons.
Die Zuger Wirtschaft präsentierte sich im Jahresverlauf robust. Trotz internationaler Herausforderungen, geopolitischer Spannungen und volatiler Märkte blieb der Standort Zug attraktiv. Internationale Firmen, innovative Start-ups und bodenständige KMU bildeten gemeinsam das Rückgrat der regionalen Wertschöpfung.
Gesellschaftlich war das Jahr von Bewegung geprägt. Themen wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Integration, Bildung und Generationenfragen rückten verstärkt in den Fokus. Schulen, Institutionen und Gemeinden reagierten mit neuen Angeboten, Projekten und Kooperationen. Das freiwillige Engagement blieb dabei ein tragender Pfeiler. Ob in Sportvereinen, Kulturinstitutionen, sozialen Organisationen oder in der Nachbarschaftshilfe – die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, war im ganzen Kanton spürbar. Dieses Engagement stärkt nicht nur den sozialen Zusammenhalt, sondern macht Zug lebenswert.
Kulturell bot das Jahr eine breite Palette. Konzerte, Ausstellungen, Theateraufführungen und lokale Feste luden zur Begegnung ein. Besonders die kleineren, regional verankerten Anlässe zeigten, wie kreativ und engagiert die Zuger Kulturszene ist. Tradition und Moderne gingen dabei oft Hand in Hand. Der Umgang mit Natur und Ressourcen blieb ein zentrales Thema. Klimaschutz, Energieversorgung und der Erhalt von Erholungsräumen beschäftigten Politik, Wirtschaft und Bevölkerung. Zahlreiche Initiativen auf Gemeinde- und Quartierebene zeigten, dass Nachhaltigkeit im Kanton Zug nicht nur ein Schlagwort ist, sondern konkret gelebt wird – sei es durch Energieprojekte, Mobilitätslösungen oder Naturschutzmassnahmen.
Die Zuger Woche hat das ganze Jahr begleitet – mit Berichten aus den Gemeinden, Einblicken in politische Prozesse und Geschichten von Menschen, die den Kanton prägen. Sie wird es auch 2026 tun. Jedoch ist es keine Selbstverständlichkeit, dass eine Zeitung wie die Zuger Woche kostenlos per Post in alle Haushalte des Kantons Zug gelangt. Die flächendeckende Zustellung bringt laufende Mehrkosten mit sich, die in den vergangenen Jahren stetig gestiegen sind. Gerade vor diesem Hintergrund stellen wir uns als Redaktion und Verlag den Herausforderungen aktiv. Die Zuger Woche sucht kontinuierlich nach neuen, kreativen Lösungsansätzen, um ihre Rolle als reichweitenstärkstes und wirkungsvollstes Medium im Kanton Zug auch in Zukunft erfolgreich wahrnehmen zu können.
Die Unterstützung unserer Inserenten bildet eine unverzichtbare Grundlage für unsere Arbeit. Ihre Partnerschaft ermöglicht es uns, umfassend, vielfältig und vertieft über das Geschehen in der Region zu berichten. Gleichzeitig verstehen wir uns als Plattform, die Unternehmen dabei unterstützt, ihre Angebote und Dienstleistungen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Diese Zusammenarbeit ist geprägt von Vertrauen und gegenseitigem Nutzen – und sie ist uns ein besonderes Anliegen. Ebenso bedeutend ist die langjährige Verbundenheit unserer Leserinnen und Leser. Ihr Interesse, ihre Aufmerksamkeit und ihr Engagement sind für uns täglicher Antrieb. Rückmeldungen, Hinweise und Anregungen aus der Leserschaft fliessen direkt in unsere redaktionelle Arbeit . Mit diesem starken Rückhalt blicken wir zuversichtlich nach vorne und freuen uns darauf, auch im kommenden Jahr eine verlässliche Informationsquelle für den Kanton Zug zu sein.
Das gesamte Team der Zuger Woche wünscht Ihnen besinnliche und erholsame Festtage und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2026.
Uwe Guntern
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