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Das Zuger Tanzduo kann auf ein bisher erfolgreiches 2025 zurückblicken. Foto: zvg
Das Zuger Tanzpaar Maja Kucharczyk und Davide Corrodi blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 mit dem Einzug ins World-Cup-Finale zurück. Nach dem Sieg an den Schweizer Meisterschaften richten sie den Fokus auf die Europa-meisterschaft in Rom.
Maja Kucharczyk: Unser Fazit für 2025 fällt bisher sehr positiv aus. Ein besonderes Highlight war der Einzug ins World Cup Finale. Zudem konnten wir an den Schweizer Meisterschaften unseren Titel verteidigen. Gleichzeitig wissen wir, dass grosse Herausforderungen und Chancen noch bevorstehen: Zum Beispiel die Europameisterschaft in Rom. Genau darauf richten wir jetzt unseren Fokus, um zum Jahresende unsere wichtigsten Ziele zu erreichen. Besonders erfreulich ist, dass Nach einer kleinen Verletzung vonmir (Maja), die vollständig genesen ist, können wir uns beide mit voller Energie auf die entscheidenden Turniere des Jahres vorbereiten.
Davide Corrodi: Besonders gerne erinnern wir uns an unser erstes World Cup Finale 2024 in Spanien, ein ganz besonderer Meilenstein für uns. Ebenso unvergesslich war das World Cup Finale 2025 in Georgien, wo wir uns erneut auf höchstem Niveau behaupten konnten. Weitere Highlights sind die riesigen Turniere in China, mit tausenden begeisterten Menschen im Publikum. Die Energie und Atmosphäre sind jeweils unglaublich.
Maja Kucharczyk: Von aussen wirkt Tanzen oft mühelos und elegant, in Wahrheit steckt dahinter enorm viel Training und Disziplin. Wir investieren jede Woche rund 30 Stunden ins Training, über viele Jahre hinweg. Diese Ausdauer und Konsequenz sind die Basis dafür, dass wir auf der Fläche leicht und frei wirken können. Erst wenn Technik, Kondition und Präzision stimmen, entsteht die Eleganz, die man von aussen sieht.
Davide Corrodi: Wenn wir uns auf grosse Wettkämpfe vorbereiten, sieht unser Alltag sehr strukturiert aus. Wir trainieren rund 30 Stunden pro Woche, verteilt auf sechs Tage. Ein typischer Tag umfasst etwa fünf Stunden Training, 3 Stunden am Morgen und 2 Stunden am Nachmittag. Vor wichtigen Turnieren steht das Durchtanzen im Vordergrund, also das Wiederholen der Tänze und weniger die reine Technikarbeit. Es geht darum, die Kondition, die Ausdauer und die mentale Stärke für das Turnier aufzubauen. Ergänzt wird das durch intensive Arbeit mit unseren Trainern, die uns helfen, die letzten Details zu perfektionieren.
Maja Kucharczyk: Unsere Synchronität auf der Tanzfläche ist das Resultat von sehr viel Training und harter Arbeit. Wir verbringen unzählige Stunden damit, unsere Bewegungen zu verfeinern und wirklich als Einheit zu tanzen. Entscheidend ist aber auch unsere Teamarbeit: Wir vertrauen einander vollkommen und können uns aufeinander verlassen. Dazu kommt, dass wir eine sehr gute Atmosphäre zwischen uns haben, was uns Kraft, Freude und Harmonie gibt, die man auf der Tanzfläche spürt.
Davide Corrodi: Der Kanton Zug und der Tanzsportclub Zug spielen für unsere sportliche Laufbahn eine wichtige Rolle. Wir vertreten Zug an den Schweizermeisterschaften seit Beginn unserer Karriere. Wir werden vom Club und Kanton unterstützt und wertgeschätzt. Besonders freut uns, dass wir immer wieder zu Veranstaltungen wie dem Zuger Sports Award eingeladen werden, was eine schöne Form der Anerkennung für unsere Leistungen ist und dies motiviert uns zusätzlich, unseren Weg konsequent weiterzugehen.
Maja Kucharczyk: Bei internationalen Turnieren ist die mentale Stärke tatsächlich entscheidend. Für uns ist vor allem die Teamarbeit der Schlüssel: Wir unterstützen uns gegenseitig, motivieren uns und geben einander Sicherheit. Eine positive Stimmung zwischen uns macht uns stark. Sie hilft uns, auch in Drucksituationen konzentriert und fokussiert zu bleiben. So können wir unser volles Potenzial auf der Fläche abrufen.
Davide Corrodi: Tanzsport ist ein ständiges Zusammenspiel von Disziplin und Kreativität. Wir trainieren rund 30 Stunden pro Woche. An vier Tagen jeweils mit Fokus auf Kreativität und Technik und an zwei Tagen an Kraft und Ausdauer. Ohne genügend Ausdauer und Kraft wäre es uns gar nicht möglich, auf höchstem Niveau zu tanzen und uns künstlerisch zu entfalten. Viele beginnen schon im Alter von fünf Jahren, und im Schnitt erreichen Weltmeister ihr Topniveau erst mit etwa 30 Jahren. Die Basis ist also ganz klar harte, kontinuierliche Arbeit. Gleichzeitig erleben wir aber, dass, je besser die Technik und die Grundlagen sitzen, desto mehr Raum für das Künstlerische entsteht. Kreativität wird dann fast selbstverständlich, sie bereichert unseren Tanz enorm und macht unglaublich viel Freude.
Maja Kucharczyk: In der Schweiz gilt Tanzsport nach wie vor als Randsportart. Trotzdem spüren wir, dass er wächst und zunehmend Aufmerksamkeit erhält, auch in den Medien. Immer häufiger werden Schweizer Paare erwähnt, was für uns ein wichtiger Schritt ist. Für die Zukunft wünschen wir uns, dass diese Entwicklung weitergeht und insbesondere die Schweizer Medien Tanzsport noch regelmässiger aufgreifen, unsere Paare begleiten und über nationale wie internationale Turniere berichten, wie dies das SRF-Sportpanorama bereits gemacht hat. Das würde nicht nur die Sichtbarkeit des Sports erhöhen, sondern auch viele junge Menschen inspirieren, selbst mit Tanzsport zu beginnen.
Davide Corrodi: Der letzte Teil des Jahres ist für uns voller wichtiger Höhepunkte. Im Oktober folgen die Europameisterschaft im 10-Tanz in Rom. Dort ist unser Ziel das Finale zu erreichen.
Unsere Vision für die kommenden Jahre geht jedoch über diese konkreten Ziele hinaus. Wir wollen uns stetig weiterentwickeln, sowohl tänzerisch als auch persönlich, um Schritt für Schritt noch weiterzukommen. Unser langfristiger Traum ist der Weltmeistertitel.
Michael Schwegler
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